Der Aufbau einer Kleinkläranlage kurz erklärt

Die verschiedenen Arten an technischen Kleinkläranlagen arbeiten im Prinzip gleich. In einem ersten Schritt wird das Abwasser vorbehandelt, im zweiten Schritt gereinigt, im dritten Schritt nachgeklärt und schließlich, im vierten Schritt, als gereinigtes Abwasser fortgeleitet.

1. Schritt: Die Vorbehandlung

Die Vorbehandlung findet, je nach Anlage, räumlich (z.B. Festbett-Anlage) oder zeitlich (z.B. SBR-Anlagen) getrennt statt. Ziel ist es, feste und flüssige Bestandteile voneinander zu trennen. Festere, schwerere Bestandteile im Wasser lagern sich als Bodenschlamm ab, leichtere Stoffe wie z.B. Öle schwimmen oben als Schwimmschlamm. Die Höhe des Schlammes muss regelmäßig gemessen werden. Ist zuviel Schlamm in der Anlage, muss dieser gesondert entsorgt werden.

2. Schritt: Die Reinigungsstufe

Die Reinigung des vorbehandelten Abwassers erfolgt in der biologischen Reinigungsstufe. Hierbei werden durch Mikroorganismen die unerwünschten Stickstoff- und Kohlenstoffverbindungen abgebaut. Die Mikroorganismen benötigen dafür Sauerstoff, der durch die Kleinkläranlage auf spezifische Weise zugeführt wird.

3. Schritt: Die Nachklärung

Die Mikroorganismen, die bei der Reinigung helfen, sterben ab und verschlammen das Wasser. In der Nachklärungsstufe setzt sich diese Biomasse am Boden ab und wird beispielsweise zurück in die Vorbehandlungskammer gepumpt. Übrig bleibt: gereinigtes Abwasser!

4. Schritt: Die Fortleitung

Das vorbehandelte, gereinigte und schließlich nachgeklärte Abwasser ist sauber genug, um beispielsweise in ein Oberflächengewässer eingeleitet zu werden. Manche Kleinkläranlagen reinigen das Abwasser sogar bis auf Badewasserqualität (siehe auch: „Ablaufklassen von Kleinkläranlagen“).

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